Unterschriftensammlung Bürgerbegehren – Abholung Unterschriftenliste

Wir haben mit der Verteilung der Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren begonnen und haben sie an jeden Haushalt in Dettingen verteilt. Wenn Sie mehr davon benötigen, können Sie die Liste auch hier herunterladen

Die unterschriebenen Listen müssen bis 28.5. im Original bei den Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens Michael Hahn und Oliver Beck abgegeben werden. Die Adresse finden Sie auf den Unterschriftenlisten.

Wichtige Anmerkung:
Unterschriftsberechtigt sind Einwohner/innen mit Hauptwohnsitz in der Kommune ab 16 Jahren, mit deutscher oder anderer EU-Staatsbürgerschaft.
Bitte beachten Sie auch, dass Sie nur einmal auf einer Unterschriftenliste unterschreiben.
Zudem muss die unterschriebene Liste im Original bei den Vertrauenspersonen abgegeben werden. Scans, PDF, digitale Fotos usw. sind leider nicht gültig! Weitere Infos finden Sie auf der Liste.

Persönliche Abholung der Unterschriftenliste

Gerne holen wir die Unterschriftenlisten auch persönlich bei Ihnen ab. Füllen Sie dazu einfach dieses Formular aus!

Einladung Kundgebung und Hungerbergbegehung

Sonntag, 2. Mai – 16:00 Uhr
Treffpunkt: Feldweg bei der Feldscheuer an der B465/Kreuzung REWE Dettingen

 Route für die Kundgebung und Hungerbergbegehung am
 Wir begehen den Hungerberg und machen an markanten Infopunkten halt.

Dazu gibt’s Informationen:

– Zum Bürgerbegehren und Bürgerentscheid,  
– Flora und Fauna des Hungerbergs,  
– Ausmaß des geplanten Industriegebiets und Nähe zu Wohngebieten,  
– Überblick über die Möglichkeiten der Gewerbenutzung
– sowie die geplante Anbindung an die B465 vom Gewebegebiet Bohnau-Süd

Kommen Sie zahlreich und bringen Sie Interessenten mit. Festes Schuhwerk ist erforderlich.
Eine Parkmöglichkeit finden Sie im Bereich vom Kita-Wirbelwind bzw. der Verbundschule. 


Wir freuen uns auf Sie!

13 Gründe, weshalb der Hungerberg in seiner unbebauten Form erhalten werden sollte:

Bodenqualität und Landwirtschaft
Die besten Böden für die Landwirtschaft auf Dettinger Gemarkung finden sich am Hungerberg. Deren Verlust lässt sich nicht ausgleichen.

Schadstoffemissionen
Die Gemeinde Dettingen will den Hungerberg als Vorhaltestandort der Wirtschaftsregion Stuttgart für „größere und ggf. emissionsträchtige Gewerbe- und Industrievorhaben“1 anbieten. Hinsichtlich ansiedlungswilliger Unternehmen und der Art ihrer Industrieanlagen herrscht weiterhin Unklarheit. Anlagen, die der Störfallverordnung unterliegen, sind explizit nicht ausgeschlossen.

Verkehr
Die Hauptzufahrt zum Industriegebiet wird von der A8 über die B465 linksabbiegend erfolgen. Massive Beeinträchtigungen des Berufsverkehrs aus dem Lenninger Tal nach Kirchheim und in die Region Stuttgart sind deshalb zu erwarten.

Innerörtlicher Verkehr
Es ist höchst wahrscheinlich, dass durch die genannten Beeinträchtigungen auf der B465 der heute schon starke Ausweichverkehr durch die Dettinger Ortsmitte weiter zunehmen wird. Deshalb sind weitere Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gut wie sicher.

Zusätzlicher Wohnraumbedarf
Durch den Zuzug von Arbeitskräften für die neuen Unternehmen wird Wohnraum für Familien, Normal- und Geringverdiener in den anliegenden Gemeinden noch knapper werden. Eine Wohnbebauung Untere Wiesen, Guckenrain Ost sowie Tagbrunnenäcker wird damit voraussichtlich unumgänglich. Wohn- und Baukosten werden deshalb steigen.

Fachkräftemangel
Ortsansässige, mittelständische Betriebe und Handwerker werden mutmaßlich mit einem Großkonzern um Fach- und Arbeitskräfte sowie Auszubildende konkurrieren müssen.

Gewerbesteuer
Die Fläche des geplanten Vorhaltestandortes liegt zu 100% auf der Dettinger Gemarkung, die Gemeinde Dettingen bekommt aber nur 50% der Gewerbesteuereinnahmen. Bei völliger Kostentransparenz lohnt sich die Ausweisung neuer Industriegebiete für viele Gemeinden nicht. Die Dettinger Gemeindeverwaltung hat eine entsprechende Modellrechnung bis heute2 nicht vorgelegt.

Natur- und Artenschutz
Das erstellte Gutachten zum Natur- und Artenschutz geht nicht vom renaturierten bzw. Ur-Zustand aus. Nur aufgrund der aktuellen Stuttgart 21 Baustelle sind dort derzeit weniger Tiere zu finden. Das Potential ist weiterhin sehr groß.

Grünzug
Aus einem ökologisch wertvollen Grünzug, der bisher im Regionalplan verankert ist, soll ein interkommunaler Gewerbeschwerpunkt werden. Bisher war die Bebauung des Hungerbergs ausgeschlossen.

Flächenversiegelung
Eine nachhaltige und zukunftsorientierte Industrie muss geschaffen werden. Dieser Strukturwande darf aber nicht mehr mit weiterem Flächenfraß verbunden sein.

„Jede Sekunde werden in Deutschland 7 qm Boden verbaut, jedes Jahr eine Fläche, fast so groß wie Frankfurt a.M. (…) Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland nennt es ‚das größte ungelöste Umweltproblem‘.“

 Die im Vorentwurf des Flächennutzungsplansverfahrens vorgesehene Gesamtfläche für das Industriegebiet betrug 42 Hektar. Am 10.5.2021 fasste der Gemeinderat Dettingen den Beschluss, die Fläche für das Flächennutzungsplanverfahren auf ca. 21 ha zu reduzieren.

Klimawandel
Dem Klimawandel zum Trotz setzt die Erschließung des Hungerbergs noch eins drauf. Schon bei Erschließung und Bau der Fabriken werden für die Produktion von Beton, Stahl, Aluminium und Asphalt hunderttausende Tonnen Kohlendioxid emittiert. Außerdem gibt es keinerlei Handhabe, ein Unternehmen zum klimaneutralen Arbeiten zu zwingen.

Kaltluftströmung
Das beauftragte Gutachten zu den (stadt-) klimatologischen Auswirkungen auf Kirchheim wurde zur Auslegung des Entwurfs des Flächennutzungsplans nicht vorgelegt und ist für die Öffentlichkeit bis heute nicht verfügbar. Wie sich Betonmassen und Asphaltflächen in sommerlichen Hitzeperioden auf die Kaltluftzufuhr und somit das regionale Mikroklima auswirken, ist weiterhin ungeklärt.

Landschaftsbild
Das geplante Industriegebiet Hungerberg wird das Landschaftsbild sichtbar aus allen Richtungen tiefgreifend unvorteilhaft verändern. Das heutige Naherholungsgebiet wird unwiederbringlich zerstört werden.